Der am 29. September 1848, auf dem Nordufer des Velencei-Sees aufgestellten ungarischen Streitmacht ist es zwischen Pákozd und Sukoró gelungen, den Angriff der zahlenmäßig überlegenen Truppen des kroatischen Banus und kaiserlich-königlichen Generalleutnants Jellačic̒ abzuwehren. Dieser aus einer Verteidigungsposition errungene Sieg rettete den jungen, im April 1848 gegründeten selbstständigen, bürgerlichen ungarischen Staat und zeigte der Bevölkerung des Landes, dass der Kampf auf den Schlachtfeldern ausgetragen wird und überhaupt nicht hoffnungslos ist.

Der Pákozder Militärische Gedächtnispark ehrt jedoch nicht nur den Ruhm der ungarischen Streitkräfte von 1848/49, darüber hinaus befinden sich hier

  • die historische ungarische Flaggensammlung,

  • die Rekonstruktion einer Stellung aus dem I. Weltkrieg,

  • die für die im II. Weltkrieg den Heldentod findenden Soldaten aufgestellte Doner Gedächtniskapelle,

  • die Gedächtnissäule der Helden der Revolution von 1956 sowie

  • das Denkmal und Museum der Soldaten, die nach 1990 in ausländischen Missionen gedient haben.


Diese gemeinsame Gedenkstätte symbolisiert auf eine sehr überzeugende
Art und Weise, dass die Geschichte der ungarischen Armee – trotz Brüchen und Krisen - doch fortdauernd ist und ihre Rechtskontinuität bewahrt hat.

Die Gedenkstätte zeigt auch, wie eng die Armee und die zivile Gesellschaft miteinander verbunden
sind und dass die Landesverteidigung nicht nur eine Angelegenheit des professionellen militärischen Personals, sondern auch der ganzen Nation ist.

Die Ausstellungen des Gedächtnisparks enden nicht mit 1956, 1968 oder 1990 – sie ehren auch die Friedensmissionen nach dieser Zeit und so symbolisieren sie auf diesem Wege, dass – etwas poetischer gesagt – die Geschichte kein Ende hat; die Sicherheitspolitik eines Landes kann nur dann für die Sicherheit garantieren, wenn es neben der Beständigkeit auch die Veränderungen berücksichtigt. (Róbert Hermann)